Neu/Presse

Kommende Ausstellungen:

  • Kulturscheune Mühlberg             11.02. bis 05.03.2023

vergangene Ausstellungen & Infos:

20.11. – 31.12.2021Z A U B E R   D E R   M E D U S E N
FOTOGRAFIEN VON MARTIN GEISLER

Die sterbliche Gorgone Medusa war ursprünglich eine betörende Schönheit. Obgleich sie von Poseidon vergewaltigt wurde, strafte Athene sie und verwandelte sie in ein so hässliches Ungeheuer, dass ihr Anblick jeden zu Stein erstarren lassen sollte. Später half Athene Perseus als dieser den Kopf der Medusa abschlagen sollte und im Kampf gegen Phineus, den Titan Atlas und andere Krieger einsetzte. Auch nach ihrem Tod war ihr Anblick noch immer tödlich.

Die Geschichte der Medusa erzählt von Unrecht und Stolz, von Schönheit und Hässlichkeit. Medusa selbst tötete viele Krieger. Aber nur wenige Erzählungen gehen ihren Gründen und Motiven nach. Sie ist heute ein Symbol für Hässlichkeit und Grausamkeit. Trotzdem strahlt sie Kraft, Willen, Faszination und Zauber aus. Sie ist auf ihre Weise trotzig, standhaft und schön geblieben.

Das Groteske (ital. verzerrtes, wunderliches) der Medusa spricht Widersprüche und Paradoxien auch in unseren Biografien an. Groteske ist ursprünglich eine Be­zeichnung für antike Wandmalereien in Form von Ornamenten aus zusammengesetzten Pflanzen-, Tier- und Menschenteilen. Bei Medusa ist es vordergründig die Kombination von Schlange und Mensch. Seit der Re­naissance ist Groteske ein Sammelbegriff für die Darstellung des Monströs-Grausigen, aber auch des Komi­schen in Kunst und Literatur. Es ist die allgemeine Bezeichnung für die Ver­bindung von scheinbar Un­vereinbarem, mit dem in der Moderne häufig das Phä­nomen des Form­verlustes und der Entfremdung einhergeht.

In einer undurch­schaubaren, bisweilen skurrilen Welt, in der die Orientierungslast für Individuen steigt, ist vielleicht die Groteske eine zutreffende Darstellungsform. Die Vielfalt der Herausforderungen und Erwartungen an uns, die Schicksale, die wir in uns tragen und die uns gezeichnet haben, die Widersprüchlichkeit unserer Persönlichkeitsanteile lassen sich in der Grotesken darstellen. In diesem Sinne bewegen sich die ausgestellten Mo­tive zwi­schen Ästhetik, Provokation sowie Witz und lassen Bet­rachtende mitunter erst auf den zweiten Blick erkennen, was auf den Bildern zu sehen ist, oder was sie ihnen mitteilen können.


24.09.2021

Ausstellung Jena 2021

21.12.2019
Neues Atelier eröffnet.

14.09.2018
Danke für die Vorstellung meiner fotografischen Arbeit und mir im Outscapes – Magazin für alternative Kultur (Nr.9).

Ausstellung „Nackt“ – Galerie A1 – Gera
Installationen, Fotografien, Plastiken, Grafiken und Gemälde.
Galerie A1, Gera-Unterhaus, Mohrenplatz 7a
27.04. – 03.06.2018
Öffnungszeiten Fr. – So. 14 – 18 Uhr, u.n.V.
Die Thüringer Allgemeine >>>

In-Game Fotografie / Art of Gaming / Arte